Werner Heisenberg

 

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Der Beobachter

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"Der Beobachter ist mit der beobachteten Realität untrennbar verbunden."

Werner Heisenberg

 

Das ist richtig, in dem Sinne, wie der Werner seinen Satz versteht: Ohne Beobachter, keine „Realität“. Ohne Spiegel, nichts Gespiegeltes. 

 

In einem anderen Sinne ist er nicht richtig: Zwischen dem Beobachter und dem, was wir im alltäglichen Leben „Realität“ nennen, gibt es keine „Verbindung“. So, wie es auch zwischen einem Spiegel und dem Gespiegelten keine Verbindung gibt.

 

Alles Geschehen hat keinen
Einfluss auf den Beobachter.

 

 Verantwortung... in der Forschung

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"Die Ideen sind nicht verantwortlich für das, was die Menschen aus ihnen machen." 

― Werner Heisenberg

Siehe hier:

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Verstehen

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"Die Natur ist so gemacht, dass sie verstanden werden kann. Oder vielleicht sollte ich richtiger umgekehrt sagen, unser Denken ist so gemacht, dass es die Natur verstehen kann."

Werner Heisenberg

 

Weder – noch. Unser Verstand hat die Größe einer Streichholz-Schachtel. Wenn du im Verstand gefangen bist, kannst du seine Grenzen natürlich nicht erkennen. Er ist so beschaffen, dass er sich unendlich beschäftigt halten kann - mit was auch immer!

 

Die Natur ist nicht "so gemacht", dass wir sie verstehen können. Und unser Verstand ist auch nicht so gemacht, dass wir verstehen können. Wir kratzen bloß ein bisschen an der Oberfläche.

 

Aber wir haben die Einbildungskraft, wir könnten verstehen - weil die eine oder andere unserer Ableitungen funktioniert.

 

Die Bombe funktioniert, aber

wir haben nichts verstanden.

 

Könnten wir die Natur verstehen, gäbe es keine Kernspaltung. Und die Kernschmelze würden wir der Sonne überlassen; denn sie kann das... problemlos. 

 

Würden wir nur ein bisschen verstehen, wir würden unsere aggressive Haltung der Natur gegenüber augenblicklich fallen lassen.

 

 

Illusion

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Die Ontologie des Materialismus beruhte auf der Illusion, dass man die Art der Existenz, das unmittelbar Faktische der uns umgebenden Welt, auf die Verhältnisse im atomaren Bereich extrapolieren könne.“

– Werner Heisenberg

 

Da verstecken sich noch ein paar weitere Illusionen:

Zum Beispiel die, dass die Materie... bloß Materie sei.

 

Dass wir das, was du „das unmittelbar Faktische der uns umgebenden Welt“ nennst, so benennen, wie wir es benennen, ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass wir die „faktische“ Welt tatsächlich so verstehen, nämlich als faktisch und als materiell. Diese Sichtweise ist, wenn auch eine praktische, aber nicht die letztendliche Wirklichkeit.

 

 

Probleme

 

 

Die Probleme der Sprache sind hier doch sehr ernsthafter Natur. Wir wollen in irgendeiner Weise über die Struktur eines Atoms sprechen ... Aber wir können in der gewöhnlichen Sprache nicht über die Atome (selbst) reden.“

– Werner Heisenberg

 

Die Existenz kennt keine Probleme. Es ist ein Teil des menschlichen Verstandes, der Probleme generiert.

 

Nein, die Sprache hat auch keine Probleme. Das ist nicht möglich. Wir Menschen haben... 

  • Verstehensprobleme,
  • Verständigungsprobleme oder
  • Ausdrucksprobleme.

 

Wenn wir etwas wahrnehmen, das größer ist als wir, haben wir Ausdrucksprobleme – da hilft uns auch die differenziertere Sprache nicht.

 

 

Wirklichkeit

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Die Wirklichkeit, von der wir sprechen können, ist nie die Wirklichkeit an sich, sondern eine von uns gestaltete Wirklichkeit.“ 

― Werner Heisenberg

  

Und jeder gestaltet seine, lebt in seiner Wirklichkeit. Um hier leben zu können, Erfahrungen aller Art machen zu können, reifen zu können, genügt genau die Wirklichkeit, die wir als solche, als Realität wahrnehmen. Eine andere wird nicht gebraucht.

 

 

Akzeptanz

 

 

"Ich erinnere mich an viele Diskussionen mit Bohr, die bis spät in die Nacht dauerten und fast in Verzweiflung endeten. Und wenn ich am Ende solcher Diskussionen allein einen Spaziergang im benachbarten Park unternahm, wiederholte ich immer und immer wieder die Frage, ob die Natur wirklich so absurd sein könne, wie sie uns in diesen Atomexperimenten erschien."

– Werner Heisenberg

 

Ja, der Verstand tut sich oft sehr schwer damit, die unabänderlichen Dinge so zu nehmen, wie sie nun einmal sind.

 

 

Wer weiß... 

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"Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß."

Werner Heisenberg

 

Und noch weniger Leute wissen, dass es nichts mit Wissen zu tun hat, „zu wissen, wie wenig man weiß“, sondern dass es eine Frage der Reife ist, eine Frage der höheren Einsicht in die Dinge.

 

Indem wir uns intensiv mit etwas, mit einer Thematik, mit einem "Problem" befassen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sich entsprechende Einsichten ergeben. Hier ist meist ein spezifisches Vorwissen nützlich oder sogar erforderlich, aber...

 

Erkenntnisse kommen

ohne jedes Wissen aus.  

 

 

 Zitate des Werner Heisenberg

 

  

"Aber die existierenden wissenschaftlichen Begriffe passen jeweils nur zu einem sehr begrenzten Teil der Wirklichkeit, und der andere Teil, der noch nicht verstanden ist, bleibt unendlich."

 

"Alle Elementarteilchen sind aus derselben Substanz, aus demselben Stoff gemacht, den wir nun Energie oder universelle Materie nennen können; sie sind nur verschiedene Formen, in denen Materie erscheint."

 

„Auch das lauteste Getöse großer Ideale darf uns nicht verwirren und nicht hindern, den einen leisen Ton zu hören, auf den alles ankommt.“

 

„Auch in der Naturwissenschaft ist der Gegenstand der Forschung nicht mehr die Natur an sich, sondern die der menschlichen Fragestellung ausgesetzte Natur.“

 

„Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn man alles vergessen hat, was man gelernt hat.“

 

„Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.“  

 

"Die Archetypen funktionieren als die gesuchte Brücke zwischen den Sinneswahrnehmungen und den Ideen."

 

"Die Elementarteilchen können mit den regulären Körpern in Platos „Timaios“ verglichen werden. Sie sind die Urbilder, die Ideen der Materie."

 

„Die Energie ist tatsächlich der Stoff, aus dem alle Elementarteilchen, alle Atome und daher überhaupt alle Dinge gemacht sind, und gleichzeitig ist die Energie auch das Bewegende.“

 

"Die Energie kann als Ursache für alle Veränderungen in der Welt angesehen werden." 

 

"Die Entscheidung mag das Ergebnis der Überlegung sein, aber sie beendet gleichzeitig die Überlegung, sie schließt die Überlegung aus." 

 

"Die moderne Physik schreitet also auf denselben geistigen Wegen voran, auf denen schon die Pythagoreer und Plato gewandelt sind, und es sieht so aus, als werde am Ende dieses Weges eine sehr einfache Formulierung der Naturgesetze stehen, so einfach, wie auch Plato sie sich erhofft hat."

 

„Die Natur ist der unmittelbare Ausdruck des göttlichen Willens.“

 

„Die Natur ist immer einfach in der Anlage.“ 

 

"Die Naturwissenschaft beschreibt und erklärt die Natur nicht einfach, so wie sie "an sich" ist. Sie ist vielmehr ein Teil des Wechselspiels zwischen der Natur und uns selbst." 

 

„Ein Fachmann ist ein Mann, der einige der gröbsten Fehler kennt, die man in dem betreffenden Fach machen kann und der sie deshalb zu vermeiden versteht.“

 

„Es ist immer sehr schwierig, über den Wert politischer Ziele zu urteilen, wenn deren Erreichung noch in weiter Ferne liegt. Ich glaube daher, dass man eine politische Bewegung nie nach seinen Zielen beurteilen darf, die sie laut verkündet und vielleicht auch wirklich anstrebt, sondern nur nach den Mitteln, die sie zu ihrer Verwirklichung einsetzt.“  

 

„Es ist in der Naturwissenschaft immer eine gute Politik, so konservativ wie möglich zu sein und nur unter dem Zwang sonst unerklärbarer Beobachtungen Erweiterungen vorzunehmen.“

 

„Heutzutage haben die Wissenschaftler mehr Fantasie als die Verfasser von Kriminalromanen.“

 

„Je mehr ich über den physikalischen Teil der Schrödingerschen Theorie nachdenke, desto abscheulicher finde ich ihn. Was Schrödinger über die Anschaulichkeit seiner Theorie schreibt „dürfte wohl kaum eine sinngemäße... in a. W. ich finde es Mist. Die große Leistung der Schrödingerschen Theorie ist die Berechnung der Matritzenlemente.“

 

"Nicht mehr die objektiven Ereignisse, sondern die Wahrscheinlichkeiten für das Eintreten gewisser Ereignisse können in mathematischen Formeln festgelegt werden. Nicht mehr das faktische Geschehen selbst, sondern die Möglichkeit zum Geschehen - die 'Potentia', wenn wir diesen Begriff der Philosophie des Aristoteles verwenden wollen - ist strengen Naturgesetzen unterworfen." (1958 auf der Gedenkfeier zu Max Plancks 100. Geburtstag)

 

„Vielleicht erkennen wir Menschen eines Tages, dass wir tatsächlich die Macht besitzen, die Erde vollständig zu zerstören, dass wir also durch eigene Schuld durchaus einen jüngsten Tag oder so etwas, was ihm nahe verwandt ist, heraufbeschwören können.“ 

 

„Was wir mathematisch festlegen, ist nur zum kleinen Teil ein objektives Faktum, zum größeren Teil eine Übersicht über Möglichkeiten.“

 

„Wenn wir über Revolutionen in der Wissenschaft sprechen, so ist es wichtig, sich diese Revolutionen sehr genau anzuschauen.“ 

 

„Wirkliches Neuland in einer Wissenschaft kann wohl nur gewonnen werden, wenn man an einer entscheidenden Stelle bereit ist, den Grund zu verlassen, auf dem die bisherige Wissenschaft ruht, und gewissermaßen ins Leere zu springen.“ 

―Werner Heisenberg

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„Wissenschaft wird von Menschen gemacht.“ 

  ―Werner Heisenberg

 

Und zwar von solchen, die glauben, mit den richtigen Mitteln die Welt aus den Angeln hebeln zu können.

 

Wissenschaft = ist der hilflose und letztlich aussichtslose Versuch, die vermeintlich objektive Realität rational begreifen zu können, indem sie versucht, das Größere und Komplexere in eine kleinere und einfachere Ordnung zu bringen.