Karl Marx

 

M

 

"Ihre Ketten"

 

 

Die Proletarier dieser Welt haben nichts zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen. Proletarier aller Länder, vereinigt euch!

― Karl Marx

Ideologische Übertreibungen

....dienen der Wahrheit nicht.

 

Fangen wir an mit "Proletarier dieser Welt": Gibt es auch Proletarier einer anderen Welt? Falls nicht, handelt es sich hier wohl bloß um Propaganda, um Wortaufblähung.

 

Karl Marx: "...nichts zu verlieren als ihre Ketten"

 

Doch, ihren Job, der wenigstens ein regelmäßiges Einkommen ermöglicht.

 

Karl Marx: "Die Proletarier ... ihre Ketten"

 

Mit diesem Propaganda-Bild soll wohl die schlimmste Form der Sklaverei assoziiert werden.

 

Karl Marx: "ihre Ketten"?

 

Hatten die Männer sie von zuhause mitgebracht?

 

Karl Marx: "Sie haben eine Welt zu gewinnen."

 

Also: Wenn der Proletarier (Arbeiter) seine Ketten verloren hat, gibt es etwas zu gewinnen. Was gibt es zu gewinnen? "Eine Welt".

 

Aus welcher Anstalt hat man diesen Karl vorzeitig entlassen? Und wenn der Mann die Welt nicht gewinnt? Job weg. – Alles weg.

 

Selbst wenn er denn die Welt gewönne, was hülfe es?

 

Und ebenfalls angenommen, die Arbeiter haben "ihre" Ketten verloren und sich versammelt. Was jetzt? Die Fabrik geht den Bach runter. Das geht so schnell, dass man dabei zusehen kann. Was ist gewonnen, wenn alles verloren ist?

 

Also.., der intelligenteste Mann seiner

Zeit war er wohl nicht, der Karl Marx.

 

 

Determinismus

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Die Menschen machen ihre eigene Geschichte, aber sie machen sie nicht aus freien Stücken, nicht unter selbstgewählten, sondern unter unmittelbar vorgefundenen, gegebenen und überlieferten Umständen.“

– Karl Marx

 

Die Menschen machen ihre „eigene“ Geschichte, aber unbewusst aufgrund ihrer Konditionierung, aufgrund ihrer Sozialisation und innerhalb des aktuellen moralischen Rahmens. Der intellektuelle Teil des Denkens und Wollens ist also sehr dünn und der bewusste Teil darin ist noch mal dünner. Von Freiheit im Denken und Wollen kann nur sehr selten die Rede sein. Dafür wäre Bewusstheit die Voraussetzung.

 

Einwand: "Damit hat diese Bewusstseinsbildung weniger zu tun."

 

Es gibt keine

Bewusstseinsbildung.

 

Das Bewusstsein ist absolut inhaltsleer. Es ist kein Objekt, ist nicht ein Teil der Materie, ist also nicht (an)fassbar und also auch nicht veränderbar. Wir können unser Denken ändern, unsere Ideologien, unsere Wertvorstellungen, aber am Bewusstsein können wir nicht schrauben.

 

Einwand: "Wir reden seit geraumer Zeit von Bewusstsein und nicht von Bewusstsein."

 

Das nennt man auch eine Bagatelle. Und nicht jeder muss jede Mode mitmachen.

 

Einwand: ""Bewusstsein" impliziert auch "Wissen"."

 

Nein, tut es nicht. Sobald du den Fokus vom Duden weg zur überprüfbaren Wirklichkeit lenkst, weißt du das auch. Es gibt Dinge, die sind nicht begründbar, aber überprüfbar. Das Bewusstsein bleibt von JEDEM Wissen gänzlich unberührt.

 

Einwand: "Über visuell erfahrbare Gegenstände hinausgehend beschreibt das Verb "bilden" (mind. seit Mitte des 18. Jh.) auch geistig- seelische Bereiche. So spricht die bürgerlich- humanistische Pädagogik auch von "bilden" im Zusammenhang mit Erziehungsprozessen bzw. Erziehungsergebnissen."

 

Warum sollte ich nachlesen, wie jemand Mitte des 18. Jh. den Geschmack der Wald-Erdbeere beschrieben hat, wenn ich die Beere heute und selbst auf der Zunge schmecken kann?

 

Gegenüber dem Begriff Bildung, den ich mit „Gestalten“ assoziiere, bevorzuge ich den Begriff „Entfaltung“. Mit ihm assoziiere ich das Sich-Zeigen-Dürfen all dessen, was in der Anlage bereits enthalten ist:

 

Die Entwicklung...

des Vorhandenen.

 

Der Bildung haftet noch die alte Autoritätsstruktur an: Der Bildner gestaltet das Objekt nach seinen Wünschen und Vorstellungen.

 

Die Entfaltung dagegen... hat es eher mit Intelligenz, mit Einfühlungsvermögen und mit Wohlwollen zu tun; keinesfalls mit Gewalt. 

 

 

Fortschritt

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"Der gesellschaftliche Fortschritt lässt sich exakt messen an der gesellschaftlichen Stellung des schönen Geschlechts."

Karl Marx

 

Ja, "das schöne Geschlecht" hat sich ganz schön emanzipiert, doch es fehlt immer noch die selbe Bezahlung für die gleiche Leistung. 

 

Weitere Fragen auf dem Weg des "gesellschaftlichen Fortschritts": 

  • Wie behandeln wir unsere Gefangenen?

  • Wie wird der gesellschaftliche Reichtum geteilt?

  • Wie behandeln wir die Tiere?

  • Wie stark haben wir den "Bürgerschutz gegen Datenmissbrauch" - auch des Staates - gemacht?

  • Wie gut sind inzwischen die Eignungstests (Kriterienkatalog/Lügendetektor) für Politiker?

  • Wie weit wurde das Finanzsystem so revolutioniert, dass das Geld wieder seine eigentliche Bestimmung bekommt, nämlich praktisches (jetzt auch schnelles) Tauschmittel im Dienst der Bürger und der (Real-)Wirtschaft zu sein?

  • Wie weit sind wir damit, dass wir es als unmoralisch ansehen, mit Geld (statt mit Waren) Geschäfte zu machen?

  • Wie...

 

Wir haben also noch ein paar Stufen vor uns !

 

 Nicht verzagen,

Neues wagen ! 

 

 

Sein & Bewusstsein

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„Das Sein bestimmt das Bewusstsein.“ 

– Karl Marx

 

Es ist anzunehmen, Karl, dass das „in der Gesellschaft sein“ prägende Auswirkungen hat, dass wirtschaftliche, familiäre, politische Gegebenheiten das „Sein“, also die Persönlichkeit, also unser Denken, vielleicht auch unser Handeln beeinflussen.

 

Insbesondere unsere Emotionen reagieren stark auf die gegebenen Umstände. Und die Anfälligkeit des individuellen, wie des kollektiven Unbewussten wird bis heute nahezu komplett unterschätzt, aber...

 

Es ist ausgeschlossen, dass irgend

etwas „das Bewusstsein bestimmt“

 

 

Zitate des Karl Marx

 

 

„Alle Revolutionen haben bisher nur eines bewiesen, nämlich, dass sich vieles ändern lässt, bloß nicht die Menschen.“

 

„Die Bildung der fünf Sinne ist eine Arbeit der ganzen Weltgeschichte.“

 

„Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt aber darauf an, sie zu verändern.“

 

„Die Revolutionen sind die Lokomotiven der Geschichte.“

 

„Die Wahlphilosophie der Parlamentskandidaten besteht demnach einfach darin, dass sie ihrer linken Hand erlauben, nicht zu wissen, was ihre rechte Hand tut, und so waschen sie beide Hände in Unschuld. Ihre Hosentaschen zu öffnen, keine Fragen zu stellen und an die allgemeine Tugend der Menschheit zu glauben - das dient ihren Absichten am allerbesten.“

 

„Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt.“

 

„Freiheit ist ein Luxus, den sich nicht jedermann leisten kann.“

 

„Hinaus! Letzte Worte sind für Narren, die noch nicht genug gesagt haben.“

 

„Kunst ist nicht ein Spiegel, den man der Wirklichkeit vorhält, sondern ein Hammer, mit dem man sie gestaltet.“

 

„Wie es selten Komplimente gibt ohne Lüge, so finden sich auch selten Grobheiten ohne alle Wahrheit.“

― Karl Marx