Hölle – Ein Werk der Angst
Angst ist
die Hölle.
Mit allem, was der Angst entspringt, legen wir uns selbst in Fesseln:
Mit „Sicherheits“-Vorkehrungen wie Versicherungen, Zäune, Schutz-Mauern, Bunker, Grenzen, Waffen, Security, Militär, Polizei, Geheimdienste und ebenso mit Misstrauen, Geiz, Wissen, Neid...
Alles was der Liebe entspringt, oder mit ihr verwandt ist, wie Vertrauen, Mitgefühl, Freundlichkeit, Leichtigkeit, Freude, Einsicht, Intelligenz... ist der Himmel.
Ein Mann wie Jesus ist dem Himmel näher, als der Hölle. Das drückt sich auch in vielen seiner überlieferten Äußerungen aus: Fürchtet euch nicht! Freut euch! Seine Sprache ist keine der Angst, sondern eine des Vertrauens. Er wandelt bloßen Fußes in leichten Sandalen und... nicht in festen Springerstiefeln.
Himmel und Hölle sind keine Orte,
sondern... Metaphern für Zustände.
Zustände, in die wir uns mittels unseres engen Denkens hinein geschraubt haben.
Wir alle kennen beide Zustände. Mal tendieren wir mehr in Richtung zum einen, mal mehr zum anderen. Es ist kein entweder/oder. Andererseits ist nicht zu leugnen, dass reifere Menschen den leichteren der beiden Zustände bevorzugen..., eine Frage der Bewusstheit. Unreife Menschen tendieren mehrheitlich in die andere Richtung, in die Schwere.
Die Wurzel Angst ...und einige ihrer Auswüchse
Die Angst hält uns auf einer sehr niedrigen Stufe der Reife (1) und (2) fest. Mit jeder weiteren, höheren Stufe, hat uns die Angst immer weniger im Griff.
Sicherheit = Dienerschaft
Die Idee der „Sicherheit“...
Im menschlichen Miteinander hat sie ihre Berechtigung, da sich die in einer Gesellschaft lebenden Menschen nicht immer im gleichen (höheren) Reifestadium befinden.
Die Gewährleistung von (relativer) Sicherheit hat auf der sozialen Ebene also eine unterstützende Funktion.
Sicherheit ist immer
NUR Dienerschaft.
Sicherheit... als den Menschen zu Diensten und deren Recht auf Würde und Freiheit.
Manchmal kann man den Eindruck gewinnen, als sei die Sicherheit der höchste Wert, dem alle anderen willig geopfert werden müssten
Die Freiheit... ist der höhere Wert.
Niemals dürfen wir zulassen, dass die Sicherheit – aufgrund ihrer Möglichkeiten – aus der Dienerschaft heraus wuchert und sich zur Herrschaft über die Freiheit aufschwingt!
Die Alternative ...zur
Angst
Liebe und Bewusstheit katapultieren uns sofort auf eine höhere Stufe. Hier hat die Gravitation der Angst keine Chance, denn hier beginnt bereits die Levitation ihre Kraft zu entfalten.
Sicherheit
Das ist keine Sache allein „der Amerikaner“, das Abhören, Daten- Sammeln, Ausspionieren, Überwachen, Kontrollieren... Die US-Amerikaner sind bloß in allem vorne weg. Über kurz oder lang erfreuen sich alle Dienste am gleichen Standard.
Uns sollte das allerdings nicht freuen, sondern gegenteilig: Es sollte uns in den Alarmzustand versetzen.
Aber es genügt uns, wenn man uns einigermaßen gut vorgaukelt, es sei zu unserem Besten, es sei zu unserer Sicherheit. Schon ist unser Warn-Sensorium (incl. Intelligenz) ausgeschaltet. Wir glauben das soo gerne... und sagen: „Ich haben doch nichts zu verbergen.“
Ja, ich habe (prinzipiell) auch nichts zu verbergen. Dennoch möchte ich nicht, dass mir unbekannte Personen klammheimlich in meine Wohnung eindringen und dreist in meinen privatesten Schubladen herumschnüffeln.
Ich möchte im Gegenteil, dass der Staat meine Privatsphäre mit allen ihm zur Verfügung stehenden (verletzungsfreien) Mitteln schützt -- notfalls auch vor seinen eigenen Leuten!
Liquid life...
Es erfordert Mut, mit der Unbeständigkeit des Lebens zu leben; denn jedes Mal, wenn sich etwas ändert, musst du dich selber wieder ändern. Man möchte so bleiben, wie man ist – das scheint geschützter, sicherer. So hat der alte Mensch bisher gelebt. Der alte Mensch war nicht wagemutig; seine ganze Sorge galt der Sicherheit.
Der neue Mensch wird Abenteuergeist besitzen; sein Anliegen wird nicht die Sicherheit sein, sein Anliegen wird die Ekstase sein.
Er wird nicht glauben; denn Glaube ist eine Suche nach Sicherheit.
Er wird forschen. Er mag nicht auf jede Frage eine klare Antwort haben, aber er wird keine Herausforderung zur Erkundung, zur Erforschung ablehnen.
Er wird dem Leben so weit folgen, wie es ihn führen kann, er wird nach den Sternen greifen wollen; aber... er wird offen bleiben.
– Osho