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Güte, Nirmalo,

  

Bemühe dich um eine Gesinnung,

die danach strebt, die Quelle der Güte

auf dem Berg der Güte zu mehren.

 

― Dōgen 

   

 

Güte

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Es gibt Weltverbesserer, die keinen Funken Güte besitzen.“ 

– Oswald Bumke

Klingt auch nicht wirklich gütig.

 

Die Frage ist, wie ausgewachsen unsere Güte ist, deine und meine. Beschränkt sie sich auf eine Auswahl von Menschen oder können wir sagen: Ich bin Liebe. 

 

Denn wenn Güte mehr als

Arroganz ist, ist es Liebe.

Tugenden

  

"Die Gerechtigkeit ist von der Güte untrennbar." 

― Jean-Jacques Rousseau

  

Die Arbeiten an der Balance, und das Streben nach Harmonie sind mit der Güte verbandelt, aber nicht die Gerechtigkeit (im Sinne von Durchsetzungswillen oder Gleichheit).

 

Wird Gerechtigkeit im Sinne von Richtigkeit (nicht im Sinne von über jemanden richten, sondern in dem von etwas richten, etwas in die richtige Ordnung bringen) verstanden, ist die Güte auch mit ihr.

     

"Nicht-Kooperation mit dem Bösen... ist der beste Weg - ohne eine prätentiöse Zurschaustellung deiner eigenen Güte zu machen." (ST)

― Paramahansa Yogananda

 

 

Das Gute

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„Ich setze das Gute in jedem Menschen voraus.“

– Johannes XXIII

 

Das "Gute", eben das Göttliche, ist in jedem Menschen vorhanden.

 

Einwand: "Das "Böse" ist dann aber auch göttlich."  

 

Aber nicht als logische Schlussfolgerung.

Alles (einschließlich nichts) gehört zum Ganzen.

 

Einwand: "Ich setze eher das Schlechte in den Menschen voraus: Konkurrenzdenken, Selbstsucht, Skrupellosigkeit - aber alles natürliche Eigenschaften, überlebensnotwendig, schon immer gewesen."

 

So weit, einverstanden. Aber die genannten Eigenschaften basieren ausnahmslos auf Angst. Du leugnest die andere Hälfte: Freude, Mitgefühl, Sinn für Schönheit, Vertrauen... Dies alles basiert auf Liebe.

 

Du siehst den Menschen, wie er sich derzeit in der Masse zeigt und/ oder du diese Anteile in dir selbst in Wirkung siehst. Aber der Mensch ist ganz. Selbst das größte Arschloch ist Göttlicher Natur. Es kann nicht anders sein; wir "denken" es allenfalls anders.

 

"Der Mensch ist gut, aber die Verhältnisse erlauben es nicht." 

– Bertolt Brecht

 

Der zweite Teil (deines Satzes) in diesem Zusammenhang ist Quatsch.

 

 

Das Gute tun

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Tue das Gute vor dich hin und bekümmere dich nicht, was daraus werden wird.“

– Matthias Claudius

Tue das Gute vor dich hin.“ Das genügt.

 

Das Ego wird hier nicht (mehr) gebraucht:

Es ist auch egal, was andere dazu denken.

 

Einfach mit sich selbst im Einklang... tun. Was dann daraus folgt, spielt – bei dieser hohen Form von Tun in Bewusstheit – keine Rolle. 

 

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Ach, du meine Güte

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Es gibt Weltverbesserer aus Grundsatz, 

die keinen Funken Güte besitzen.

– Oswald Bumke

Sie haben sich wohl etwas verrannt.

 

So scheint manchmal die treibende Kraft das Mitgefühl (z.B. mit den „Ausgebeuteten“) zu sein. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich gelegentlich aber, dass die treibende Kraft der Hass (auf die „Ausbeutenden“) ist. Wenn man den Teufel mit dem Beelzebub austreiben will, ist es nicht verwunderlich, „keinen Funken Güte“ finden zu können.  

 

Einwand: "Worin ist für (den Menschen) die Güte von Nutzen?"

 

Ja, sie ist uns ein bisschen fremd geworden, die Güte. Vor einigen Jahren konnte man gelegentlich noch von ihr hören: „Ach, du meine Güte!“ Heute fragen manche nur noch nach ihrer Nützlichkeit, nach ihrem wirtschaftlichen Quotienten.

 

Ich hab´s auch nicht so mit ihr – nicht weil sie so wenig bringt, auf dem Markt, sondern weil ihr eine Spur... von Arroganz anhaftet. Sie kommt mir ein bisschen viel „von oben herab“.

 

Einwand: "Wohlwollen, Nachsicht, Güte, Gutes tun, Gnade üben, Wohlwollen, Barmherzigkeit..."

 

Ja, all dem haftet auch der Geruch von Arroganz an. 

In ihrer reinen, also unschuldigen Form ist es Liebe.

 

 

 

Sei gütig und du siehst ein, 

dass dein Urteil über andere allzu hart war.

 — Laotse          

 

 

 

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Güte

 

 

Güte = ist eine "auf seine Mitmenschen gerichtete milde, freundliche, von Wohlwollen und Nachsicht bestimmte Gesinnung". 

― Wikipedia

Güte kommt von "gut"

und ist eine Ausdrucksform der Liebe.

 

Per Zufall fand ich diese 5-teilige Einübung in Güte...

1. 

Möge es mir wohl ergehen, möge ich glücklich sein!

  • Frei von Zorn und Hass,
  • frei von Rachsucht und Feindschaft,
  • frei von Kummer und Sorge!
  • Möge ich frei sein und in Frieden leben!

2.
Möge es meinen Freunden und Verwandten wohl ergehen, mögen sie glücklich sein!

  • Frei von Zorn und Hass,
  • frei von Rachsucht und Feindschaft,
  • frei von Kummer und Sorge!
  • Mögen sie frei sein und in Frieden leben!

3.
Möge es mir fern stehenden Menschen wohl ergehen, mögen sie glücklich sein!

  • Frei von Zorn und Hass,
  • frei von Rachsucht und Feindschaft,
  • frei von Kummer und Sorge!
  • Mögen sie frei sein und in Frieden leben!

4.
Möge es meinen Widersachern wohl ergehen, mögen sie glücklich sein!

  • Frei von Zorn und Hass,
  • frei von Rachsucht und Feindschaft,
  • frei von Kummer und Sorge!
  • Mögen sie frei sein und in Frieden leben!

5.
Möge es allen Wesen wohl ergehen, mögen sie glücklich sein!

  • Frei von Zorn und Hass,
  • frei von Rachsucht und Feindschaft,
  • frei von Kummer und Sorge!
  • Mögen sie alle frei sein und in Frieden leben!

 

 

Ergänzendes/Erläuterndes zu den 5 Teilen der Übung. Zitat:

 

1. Die Entfaltung von Liebe-Güte beginnt mit der Hinwendung zu sich selbst. Man lenkt dabei die Achtsamkeit auf Körper und Geist und denkt mit ganzem Herzen: "Möge es mir wohl ergehen, möge ich glücklich sein! Etc."

 

2. Nachdem man ganz von dem Gefühl der Liebe-Güte durchdrungen ist, vergegenwärtigt man sich die Gestalten von Eltern, Lehrern, Kindern, Freunden und Verwandten, wobei man wieder mit ganzem Herzen die vorgenannten guten Wünsche wiederholt und sich bemüht, das Gefühl der Liebe-Güte zu übertragen.

 

3. Als nächstes richtet man seine Güte-Gedanken auf jene Mitmenschen, die uns nicht nahe stehen und wiederholt die gleichen guten Wünsche.

 

4. Die Güteübung ist unvollkommen, wenn nicht auch eventuelle Widersacher mit Güte-Gedanken bedacht werden. Die Aufgabe, die eigene Abneigung anderen gegenüber bzw. deren Ablehnung einem selbst gegenüber zu überwinden bzw. zu akzeptieren, ist nicht ganz einfach. Für den weiteren Fortschritt ist diese Konfrontation jedoch unerlässlich. Daher sollte man immer wieder üben, bis man mit ganzem Herzen solchen Menschen alles Gute wünschen kann.

 

5. Zum Schluss der Übung wendet man sich allen Wesen im Universum zu, um sie mit Gütegedanken zu durchstrahlen, wobei wir wieder mit ganzem Herzen innerlich sagen: "Möge es allen Wesen wohlergehen, mögen sie alle glücklich sein! Etc." 

 

Sabbe sattā bhavantu sukhitattā!
Mögen alle Wesen glücklich sein !

Quelle

 

Eine durchaus anspruchsvolle Übung - besonders der 4. Teil!

 

Ich selber mache es gelegentlich so: Ich schließe die Augen und falte innerlich die Hände zur Geste Namasté mit der Bedeutung: „Das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in dir“. Dabei blicke ich den betreffenden Menschen an und warte einfach (ohne zu denken), bis ich sehen kann, daß er die Geste auch in meine Richtung macht. 🙏

   

🌼 

 

"Der Gedanke manifestiert das Wort; das Wort manifestiert die Tat; die Tat entwickelt sich zur Gewohnheit; und die Gewohnheit verhärtet sich zum Charakter; so achte auf den Gedanken und seine Wege mit Sorgfalt, und lass sie der Liebe entspringen, geboren aus Mitgefühl für alle Wesen. Wie der Schatten dem Körper folgt, so werden wir, wie wir denken."

― Dhammapada

  

Meister Eckhart, Güte, Selbstliebe, Nirmalo,